Tipp des Monats

Handys: Vorsicht ist geboten

Handys sind heute in allen Lebensbereichen zu finden. Es gibt auch warnende Stimmen. Sie vermuten, dass die Geräte Auslöser für Krankheiten wie Schlafstörungen oder Krebs sein können. Details...

Daher gilt, im Umgang mit Handys besondere Vorsicht walten zu lassen.

Tipps für das Handy

Wenn Sie das Handy nicht brauchen, also etwa zuhause, dann tragen Sie es nicht auf dem Körper, sondern legen es weg. Das Handy strahlt auch, wenn es nicht gebraucht wird, da es den Kontakt mit der Station hält. Neue Geräte strahlen oft mehr als alte!

Schränken sie den Gebrauch des Handys ein, wenn Sie die Möglichkeit haben, über das Festnetz zu telefonieren. Legen Sie das Handy weg, wenn Sie ins Bett gehen.

Für Kinder ist ein Handy nicht geeignet, Sie tun Ihrem Kind keinen Gefallen wenn Sie ihm ein Handy schenken. Sie kaufen ihrem Kind ja auch keine Zigaretten.

Wenn Sie vorhaben, sich ein Handy anzuschaffen, dann informieren Sie sich über die Strahlung. Im Internet sind die Werte unter www.handywerte.de zu erhalten.

Handys sind heute in allen Lebensbereichen zu finden. Es gibt auch warnende Stimmen. Sie vermuten, dass die Geräte Auslöser für Krankheiten wie Schlafstörungen oder Krebs sein können.

Die Auswirkungen der elektromagnetischen Felder auf den menschlichen Körper wird seit vielen Jahren erforscht. Laut der Tageszeitung "Die Welt" existieren derzeit 4.000 bis 5.000 Studien zu den Auswirkungen von den von Handys ausgehenden typischen Signalen. Zur Zeit gilt die Zulassungsregel, dass die Handy-Strahlung nicht höher sein darf als 0,5 Watt auf zehn Kilo Körpergewicht. Dieser Grenzwert wird heute eingehalten, wie das Bundesamt für Strahlenschutz weiß.

Fest steht jedoch, dass mobiles Telefonieren zu einer Erhitzung des Kopfes führt. Die Wärme entsteht durch die elektromagnetischen Felder. Über deren Einfluss auf Hirnströme, Denkfähigkeit, Krebs, Immunsystem und DNS streiten sich noch immer Wissenschaftler auf der ganzen Welt.

Joanne Suder, Verbraucheranwältin aus Baltimore, betreut derzeit 120 Hirntumorpatienten, die vermuten, dass ihr Handy sie krank gemacht hat. Einer von ihnen ist Michael Murray. Der 42-Jährige testete 10 Jahre lang in Chicago Mobiltelefone für Motorola. Jetzt leidet er unter 2 großen Tumoren an beiden Seite des Kopfes.

Es gibt viele andere Fälle. Vielleicht eine Frage der Dosis? Die Branche ist jung, ebenso wie alle mutmaßlichen Handy-Opfer. Bisher, so Suder, haben sich nur erfolgreiche Männer Anfang 40 gemeldet, die sich die frühen Mobiltelefone leisten konnten. Einige Vieltelefonierer leiden an Hirntumoren und strengen jetzt Millionenklagen gegen die Mobilfunkindustrie an. Staranwalt Peter Angelos, jener Jurist, der Big Tobacco in den USA zur Zahlung von 4,2 Milliarden Dollar Schadensersatz zwang, rüstet sich jetzt mit seinen 110 angestellten Juristen zur Schlacht gegen die Mobilfunkindustrie Mindestens 10 Handy-Prozesse wolle er anstreben, heißt es in seiner Kanzlei und er ist sich zu 90 Prozent sicher, diese auch zu gewinnen.

Ach Papa, kauf mir doch auch ein Handy...

Es gibt inzwischen schon kleine Plüschtiere mit Handyfach - ideal zum Kuscheln für die Nacht. Der "Stewart-Report", in dem 12 Wissenschaftler die Gefahren der Mobiltelefone ausloteten fand heraus, dass die Wellen gegenüber Erwachsenen bis zu 60 Prozent tiefer in den Kinderschädel eindringen können.

Die Disney Company nahm diese Untersuchungen so ernst, dass sie zum Schutz der Kinder alle Lizenzen für Disney-Figuren auf Handys zurückzog. In England tragen Handys bereits Warnhinweise, die auf die Gefahr für Kinder hinweisen. Die deutsche Mobilfunkindustrie hütet sich hier eine Warnung auszusprechen.