Verkehr

Teure Tickets

Kritiker warnen: Rapid macht Tickets teurer

Sollte der Metrorapid tatsächlich schweben, rechnet der Fahrgastverband Probahn mit einer deutlichen Verteuerung der Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr. Viele Nutzer der bisherigen Preisstufe B im Verkehrsverbund müssten mehr bezahlen, sagte Jürgen Ebbers vom Pro-Bahn-Landesvorstand. So werde sich beispielsweise der Preis für eine Einzelfahrkarte von Düsseldorf nach Wuppertal oder von Essen nach Dortmund mehr als verdoppeln (von 3,30 auf 7,10 Euro). In die Machbarkeitsstudie seien falsche Grundannahmen zum Tarifsystem eingegangen, sagte Ebbers. Mit einer Fahrkarte der Preisstufe B könne heute nicht nur in das angrenzende Tarifgebiet gefahren werden, sondern auch in das übernächste. Für das Überfahren von zwei Tarifgebietsgrenzen solle aber künftig eine Karte der Preisstufe C nötig werden. Wochen- und Monatskarten würden sich um rund 35 Prozent verteuern. In der Studie heißt es fälschlicherweise, dass die Preisstufen A und B unverändert bleiben.

Mit diesem Gebührentrick soll vermieden werden, dass die Metrorapidnutzer einen Zuschlag zahlen müssen. Die Kosten werden auf alle Bahnkunden umgelegt. Es ist wie immer, einige wenige haben den Vorteil und alle Bürger zahlen.