von Tanja Schneider (WZ)

Transrapid

 

Der Transrapid beziehungsweise Metrorapid ist ohne Frage ein Meisterwerk der Technik, das den Deutschen gut zu Gesicht steht. Und aus diesem Grund muss die Magnetschwebebahn natürlich auch irgendwo durch Deutschland fahren.

Aber ein Standort ist nur dann geeignet, wenn die Trasse nicht ausschließlich durch Bundes- und Landesmittel finanziert wird. Außerdem muss die Strecke rentabel sein. Wie also kann sich das Land Nordrhein-Westfalen guten Gewissens bewerben, wenn der Verkehrsminister bei der Vorstellung der vorläufigen Strecke keine einzige Zahl zur Wirtschaftlichkeit vorweisen kann? Auch bei der Frage der Finanzierung hüllt sich Ernst Schwanhold in Schweigen. Hat er Angst, dass auch der Letzte merkt, dass die Verbindung Düsseldorf-Dortmund keinen Sinn macht und dem Metrorapid eher schadet als nutzt?

Die Fakten sprechen für sich: Im Vergleich zum ICE ist die Magnetschwebebahn nur maximal 19 Minuten schneller. Zwar wird immer wieder beteuert, dass die Ticketpreise nicht überhöht sein sollen. Glauben mag das aber so recht keiner. Einige Experten sprechen sogar davon, dass nur ein Fahrpreis um die 70 Mark kostendeckend sei.

Wenn der Metrorapid tatsächlich die Vorzüge der neuen Technik repräsentieren soll, kommt die Bimmelbahn-Strecke zwischen Düsseldorf und Dortmund nicht in Frage. Denn potenzielle ausländische Käufer lassen sich wohl kaum durch einen schlecht gefüllten Nahverkehrszug überzeugen, der alle Nase lang die Geschwindigkeit drosseln muss, um in einen Bahnhof einzufahren. So kann man keine Werbung für deutsche Technik machen.