MENSCH & TECHNIK

Kopfschmerzen, Ohrensausen, Atemnot
Übernahme von: www.buergerwelle.de

"Angesichts der Vielzahl wissenschaftlicher Befunde kann man weder das Krebsrisiko noch verschiedene andere biologische Effekte einfach abtun." Umweltausschuss des EU-Parlaments

“Biologische Systeme funktionieren anders als technische", sagt der Lübecker Medizinphysiker Lebrecht von Klitzing, "sie unterliegen einer Vielzahl von Variablen." Selbst wenn noch nicht alle Mechanismen zwischen Reiz und Wirkung zweifelsfrei geklärt sind: Beeinträchtigungen und gesundheitliche Schäden lassen sich viele beobachten und nachweisen. Es beginnt mit einer Zunahme von Nervosität, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Ohrensausen und Atemnot. Ja, es ist sogar von Veränderungen der Gehirnströme, von Schwächung des Immunsystems, von Herzrhythmusstörungen und Erhöhung des Blutdruckes bis hin zu Krebs und Schädigung des Erbmaterials die Rede. Denn sie verstrahlen die Gegend in einem weit größeren Ausmaß, als man uns glauben machen will.

"Ich würde mein Kind nicht in einen Kindergarten schicken, wenn im Umkreis von 250 Metern eine Mobilfunk-Sendeanlage steht."
Prof. Peter Semm

Wie bereits erwähnt, zeigten die Versuche von Dr. Lebrecht von Klitzing, dass Mobilfunkstrahlen bereits bei einem Wert von einem nW/cm² Krankheiten verursachen können. Bei freier Sicht auf den Mobilfunksender wurde diese Leistungsflussdichte noch in 2,4 Kilometer Entfernung gemessen! Dabei hatte der Sender 'nur' eine Antennen-Eingangsleistung von 12,5 Watt und einen 56-fachen Antennengewinn in der Hauptstrahlrichtung. Bis heute hat die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation 35 000 Standorte mit mehr als zehn Watt Sendeleistung genehmigt. Anlagen mit geringerer Leistung sind genehmigungsfrei, ihre genaue Zahl ist selbst der Regulierungsbehörde nicht bekannt. Ein Problem zu hoher Strahlungswerte können die Netzbetreiber nicht erkennen: "Wir halten uns", lauten unisono die Stellungnahmen, "strikt an die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte."

"Die Strahlungswerte der Mobilnetze liegen zwar unter den Grenzwerten, aber diese Grenzwerte orientieren sich ja nicht nach der Gesundheit."
Prof. Günter Käs

Die Position der unmittelbar Betroffenen ist auch klar, wenn auch zweigeteilt. Es gibt Hauseigentümer, die keine Bedenken haben und die für einen Sendemast auf ihrem Dach zwischen 500 und 1500 Mark Miete monatlich je Betreiber erhalten - nicht nur für Landwirte ein willkommenes Zubrot. Andere Betroffene setzen sich zur Wehr und verhindern notfalls über Bürgerentscheide die Aufstellung geplanter Sender. Eine Anlaufstelle ist die "Bürgerwelle" in Tirschenreuth, ein bundesweiter Dachverband, der rund 300 Bürgerinitiativen zum Schutz vor Elektrosmog betreut. Mehr als 200 Sendeanlagen wurden bisher verhindert bzw. abgebaut und etliche Umplanungen erreicht.

"Die Grenzwerte sind liederlich und fahrlässig."
Prof. Siegfried Knasmüller

Bei den Grenzwerten für Sendemasten liegt Deutschland weit vorne (Angaben in mW/m²)

Quelle: www.buergerwelle.de

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