Verkehr

CDU steht Metrorapid skeptisch gegenüber

Kreistagsfraktion fordert, dass vor dem Metrorapid erst einmal die Mängel im Kreis Mettmann beseitigt werden

Die CDU-Kreistagsfraktion ist überhaupt nicht begeistert über die von der Landesregierung beabsichtigte Metrorapidstrecke, da damit weder das technisch hohe Know How der Magnetschwebebahn, noch deren enorme Geschwindigkeit wirksam im Alltagsbetrieb demonstriert werden kann. Um höchstens neun Minuten Zeit einzusparen, werden Steuermittel in Millionenhöhe gebunden, die für andere sinnvolle Infrastruktur-Projekte dringend benötigt werden, kritisierte gestern die CDU-Kreistagsfraktion und forderte deshalb von der Landesregierung, dass durch den Bau des Metrorapids dringend anstehenden Verkehrsprojekte in der Region realisiert werden müssten, wie die Verlängerung der Regiobahn S28 von Mettrnann nach Wuppertal, und der Bau der Niederbergbahn von Mettmann über Wülfrath, Velbert, Heiligenhaus nach Düsseldorf.

,,Nur mit Regio- und Niederbergbahn", so Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Völker, ,,kann sichergestellt werden, dass die im Gutachten prognostizierten Fahrgastzahlen keine Wunschzahlen sind, denn der Metrorapid benötigt viele Zubringer, um rentabel zu fahren. Ebenso unverzichtbar ist für die CDU die verbindliche Zusage des Landes, dass die bisherigen Infrastrukturmittel weiter planmäßig zur Verfügung stehen und mögliche Verluste des Metrorapid nicht in die Umlage des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr einfließen und damit den Kreis und seine Städte belasten.

Bezüglich der vom Ministerpräsidenten überraschend angekündigten Verlängerung des Metrorapid zwischen Düsseldorf und Köln-Flughafen fordert die CDU-Fraktion eine frühzeitige Beteiligung des Kreises und der betroffenen Städte Hilden und Langenfeld. Völker: ,,Da ein Haltepunkt nicht geplant ist, tragen wir die Lasten einer solchen Strecke. In Anbetracht bereits bestehender ablehnender Ratsbeschlüsse ist das Land gefordert, umgehend seine Planungsabsichten aufzudecken." Völker weiter: ,,Wir sehen beim besten Willen nicht, wie eine Metrorapidstrecke verträglich durch den Kreis geführt werden könnte. Umso nachhaltiger verlangen wir ein Mitspracherecht bei den Planungen."