MENSCH & TECHNIK

Castortransporte im Kreis Mettmann

Quelle: www.x1000malquer.de/main.html

Der Castor rollt wieder. Spätestens seit dem Frühjahr 2001 sind die Castortransporte wieder ein politisches Thema in Deutschland. Hatte doch seit dem Transportstopp von Frau Merkel (CDU) die Bundesregierung auf rot-grün gewechselt.

Verkehrte Welt: Kanzler Schröder, früher ein aktiver Widerständler im Wendland, läßt Transporte wieder mit Polizeigewalt durchsetzen, Bundesumweltminister Trittin spricht vom Ausstieg und vergißt dabei, dass in der Zeit bis dahin noch genauso viel Atommüll erzeugt wird, wie schon in Deutschland bis zum Frühjahr 2001 angefallen ist; Atommüll, der gegen den Widerstand der Bevölkerung transportiert wird und Regionen in Deutschland (Ahaus und Gorleben) mehrmals im Jahr zum "besetzten Land", so ein Orginalzitat der Bewohner, macht.

Gerade der massive Einbruch der Grünen bei allen Wahlen sollte diesen zeigen, dass ihr Kurs in der Selbstvernichtung endet! Daher ist es jetzt um so wichtiger, dass viele Menschen außerparlamentarischen und gewaltfreien Widerstand leisten. Eine Form sind gewaltfreie Sitzblockaden, wie sie vielfach quer durch das Wendland organisiert wurden und werden. So waren es 1996 über 10.000 Menschen, die friedlich protestierten. Im Frühjahr 2001 nahmen daran immerhin mehrere Tausend Leute teil.

Auch im November 2001 soll wieder ein Castor nach Gorleben fahren. Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren, wie ich selbst in Gorleben beobachten konnte, aber auch der Widerstand macht schon mobil. Das Wendland mit Gorleben ist doch weit weg, Castortransporte im Kreis Mettmann gibt's doch nicht! Eine trügerische Sicherheit. Noch im August 2001 fuhren Excesiorbehälter (das sind kleine Castoren) aus den Süd-AKWs mit der Deutschen Bundesbahn durch Monheim und Hilden nach Düsseldorf.

Informiert waren wir als Widerstand über Internet und Telefonketten, die offiziellen Stellen wie Stadtverwaltung, Feuerwehr, Katastrophenschutz wußten von nichts. Diese Vernebelungstaktik soll dazu dienen, dem Widerstand nicht zu früh die Transportstrecke zu verraten - dass diese die aber aus internen Quellen längst kennen, wird dabei vergessen. Der Schutz der Bevölkerung kommt dabei natürlich unter die Räder, aber Castorbehälter sind ja ganz sicher.....eine Gefahr für die Bevölkerung hat nie bestanden.

Wen dieses Thema interessiert, der kann sich über den Regionalkontakt von x1000malquer über die weiteren Castortransporte und den Widerstand dagegen informieren. Eine eigene Anti-Atom-Gruppe im Kreis Mettmann und Düsseldorf ist gerade im Aufbau.

Regionalkontakt:
Kreis Mettmann
Jörn Schneider
Tel 02103 200844